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Ausstellungen in: 

UNTER ANDEREN – DONAUSCHWABEN IM SÜDÖSTLICHEN EUROPA


Fotografische Momentaufnahmen von Dragoljub Zamurović

14.10.2016 - 17.04.2017

Donauschwäbisches Zentralmuseum Ulm
Schillerstraße 1
89077 Ulm


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Der serbische Fotograf Dragoljub Zamurović begab sich 2015 und 2016 mit seiner Kamera auf Spurensuche. Wie leben die heute in Rumänien, Ungarn, Kroatien und Serbien verbliebene Donauschwaben? Auf seinen Reisen begegnete er ganz unterschiedlichen Menschen, die er fotografisch porträtierte. So entstand eine einzigartige Bilddokumentation, die sechzig donauschwäbische Biografien zwischen Budapest und Belgrad vereint. Zamurovićs Fotografien und die Interviews, die das Donauschwäbische Zentralmuseum mit den porträtierten Donauschwaben führte, geben Einblicke in ihren Alltag „unter Anderen“.

Öffnungszeiten: Di-So 11-17 Uhr

Bild von WEISZ

WEISZ


04.12.2016 - 29.01.2017

Kunst im Taut Haus 
Parchimer Allee 85b
12359 Berlin


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WEISZ
Weiß ist alles und nix. 
Tautsche Farbpalette trifft ins Weiße.
Ist die Heterotopie der Farben. 
Das Tischtuch ohne gestärkte Sitten. 
Schwarz auf Weiß mit Tipp Ex korrigiert. 
Prismatisch zerbricht das Reine, setzt sich wieder zusammen. 
Weißes Gold des leisen Todes.
Horror vacui des weißen Blattes gebiert alle Möglichkeiten. 
Weiße Landschaft schläft.

Künstler: Judith Karcheter
Malte Hagen Olbertz
Sven Stuckenschmidt
Stephan Brenn 
Sonja Blattner
Nadya Dittmar
Jake Blaschka
Jennifer Braun
Kurator: Mirjam C. Wendt



Unfassbar, was Farben alles können!
Einige wärmen, andere kühlen, aktivieren Glückshormone, sind einfach da und überall. Sie können eine Liaison eingehen und uneigennützig in sich selbst aufgehen oder zu einer ganz neuen Farbe verschmelzen. Andere beißen sich. Schmerzen in den Augen oder flirren. Farben schaffen Stimmungen, senden Signale aus, sprechen andere und zugleich alle Sprachen.
Unterschiede und Geschmack werden sprachlich zu Zinnober, Curry, Lindenblütensorbet, Pistazie, Masala.
Aber was ist mit Weiß? Der Reinheit, das Unbefleckte, die Weisheit. Weiß ist ein Versprechen. Das weiße Hemd schafft Autorität, die weiße Weste ist ein Ehrenwort.
Am Anfang war das Nichts, und Gott sprach, es werde Licht. Weiß ist die Heimat des Lichtes, dass alles Sichtbare gebiert. Und doch ist Weiß keine Farbe. Weiß ist die Summe aller Farben im Lichtspektrum, eine Nichtfarbe. Und zugleich pure Reinheit, unbefleckt.
Isaak Newton zeigte das in seinen Prisma Experiment. Johann Wolfgang von Goethe erforschte stattdessen den Raum zwischen den reinen Farben.
Weiß ist die leere Leinwand, der Neuanfang, der symbolische Frieden, die Reinheit. Weiß ist weiß ist schwer zu fassen. Auf Dauer ist es schwer zu ertragen. So grell kann es sein. Erst das Spiel von Licht und Schatten gibt dem Weiß seine Lebendigkeit. Schneeweiß, Brilliantweiß, Zinkweiß, Käseweiß, Kreidebleich.
Ein weißes Blatt Papier kann einen horror vacui auslösen. Und ein winziger Fleck auf Weiß kann die gesamte Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Weiß trägt alles und ist damit vielleicht die schwerste Farbe.

Freitag, Samstag, Sonntag  13 bis 18 Uhr
An Weihnachten und Silvester geschlossen.

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