Der Kunsthandelsstandort Auktionshaus
Wenn der Hammer fällt
Auktionshäuser spielen in der Kunstszene eine ganz besondere Rolle.
Für viele Kunstliebhaber sind sie der einzige Ort, wo sie Werke der Klassik oder
klassischen Moderne erwerben können. Auch zeitgenössische Künstler, deren
Bestell-Listen oft über Jahre ausgebucht sind, können hier bei Höchstgebot sofort
und gleich gekauft werden.
Auktionshäuser gelten als Ort der Wahrheit, wenn es um das Preisniveau eines
Künstlers geht. Hier wird der Preis von Liebhabern und Sammlern gemacht, die
selbst bestimmen, wie viel ihnen ein Kunstwerk wert ist.Mögen Galeristen die Preise
noch so hoch ansetzen, fällt ein Künstler im Auktionshaus durch, so verschlechtern
sich auch seine Chancen auf dem Kunstmarkt. Deshalb kommt es bei Versteigerun
gen sogar zu verdeckten Galeristen-Käufen. Mit hochdotierten Geboten heizen sie den Marktwert des eigenen Künstlers an. Wer ein Kunstwerk aus eigenem Besitz versteigern lassen will, muß es zunächst taxieren lassen. Erst wenn der Kunstsachverständige des Hauses das Objekt für würdig befindet, kommt es in den Auktionskatalog. Da Auktionshäuser in der Regel nicht öfter als zwei bis dreimal im Jahr zur Versteigerung schreiten, kann der Verkauf schon eine Weile dauern.
Anbieter, die so viel Strenge und Wartezeit umgehen wollen, präsentieren ihre Schätze auch ganz gern mal bei Ebay. Doch das einzige, was der Online-Händler mit einem Auktionshaus gemein hat, sind die verbindlichen Zahlungsregeln. Also unbedingt Abstand nehmen
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